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Wie kann ich das Milz-Qi stärken?

Was ist das Milz-Qi und wie kann es gestärkt werden?

In meiner täglichen Praxis erkläre ich sehr oft die Zusammenhänge der TCM-Ernährung mit Körper, Seele und Geist.

In der TCM ist immer wieder von dem Milz-Qi die Rede, da die Milz in der TCM ein wichtiges Basisorgan ist während ihr in der Schulmedizin keine große Bedeutung zugesprochen wird. In der TCM sprechen wir zudem von dem Funktionskreis Milz. Damit ist nicht die Milz als das anatomische Organ gemeint, welches wir aus unserem Bauchraum kennen, sondern die Aufgaben die sie laut TCM ausführt wie z.B. die Verdauung und damit die Umwandlung von Nahrung in Qi und Blut.

In der TCM ist die Milz bzw. der Funktionskreis Milz von elementarer Bedeutung. Jede TCM-Therapie setzt an der Milz an. Ohne ein funktionierendes stabiles Milz-Qi kann es keine Gesundheit geben. Die Milz beeinflusst jedes weitere Organ, denn sie ist der Anfang des Qi-Kreislaufes. Du nimmst mit der Nahrung Qi auf. Dieses Qi kommt als Erstes in Magen und Milz.

Ist nun Dein Milz-Qi stabil und in gutem Fluss, kann kein Stau entstehen und die Feuchtigkeit aus der Nahrung gut umgewandelt werden. Geschieht dies aufgrund eines schwachen Milz-Qi nicht, kann sich Feuchtigkeit ansammeln, welche sich über eine gewisse Zeit in Schleim verwandelt. Dieser Schleim kann sich z.B. in einem leichten Übergewicht, in einer chronischen Nebenhöhlen-, Blasen- oder Ohrenentzündung, in Durchfall, in Akne und in allgemeiner Infektanfälligkeit zeigen. Die Milz gibt Dir Qi - oder auch nicht. Sie ist der Entstehungsort des Qi, die Quelle aller Energie in Deinem Körper.

 

Wenn Deine Milz mit einem schwachen Qi ausgestattet ist, kann es sein dass Du sehr müde und erschöpft bist. Vielleicht hast Du auch Verdauungsprobleme, da Dein Milz-Qi die Nahrung nicht gut umwandeln kann. Die Milz ist verantwortlich für die Verdauung und damit auch ursächlich für Nahrungsmittelintoleranzen.

Aus diesem Grund stärken wir TCM-Therapeuten nahezu bei jeder TCM-Therapie die Milz, denn von ihr hängt die Gesundheit, aber auch die Krankheit ab, egal welches Organ symptomatisch betroffen ist. Wenn das Milz-Qi nicht gut zirkuliert, kommt bei den anderen Organen zuwenig an. Dieses schlecht zirkulierend Qi können wir am Puls tasten und an der Zunge erkennen.

Zur Stärkung der Milz ist es wichtig schlecht verdaubare, zu kalte und zu rohe Nahrung sowie Zigaretten und häufigen Alkoholgenuss zu reduzieren oder wegzulassen. Dazu gehört das Brot ebenso wie kalte Getränke und kalte Speisen, Kuhmilch, Bananen, Joghurt, Süßigkeiten und  Käse. Ein Käsebrot mit einem halben Liter kalter Milch zum Abendessen erschöpft Dein Milz-Qi recht schnell.

 

Merke Dir: Die Milz mag es trocken und warm und sie leidet unter Feuchtigkeit.

Stärke Deine Milz mit neutralen Erdnahrungsmitteln, etwa mit gekochtem Getreide wie Hirse, Gerste, Quinoa, Polenta und Reis sowie gekochtem Gemüse und mehrmals wöchentlich Hülsenfrüchten. Diese Nahrungsmittel stärken und wärmen Deine Milz und trocknen die Feuchtigkeit.

Ein schwaches Milz-Qi erkennen wir TCM-Therapeuten nicht nur an Müdigkeit, Energielosigkeit (die Milz ist die Quelle von Qi), Verdauungsproblemen, Nahrungsmittelintoleranzen und Erschöpfung, sondern unter anderem an einem schwachen Händedruck (somit habe ich bereits an der Praxistür bei der Begrüßung meiner neuen Patienten einen ersten Eindruck), einer schlechten Haltung bzw. schlechte Muskulatur (die Milz ist für die Muskulatur verantwortlich), einer zitternden Zunge (dies erklärt sich aus dem Verlauf des Milz-Meridians, denn die Milz öffnet sich in den Mund), einer nachlassenden Konzentration und Gedankenkreisläufen (die Milz ist verantwortlich für das Denken) und an nicht-haltenden Organen, etwa bei Senkungen der Organe wie einem Gebärmuttervorfall, einem Mastdarmvorfall oder Hämorrhoiden (die Milz hält die Organe an ihrem anatomischen Ort).

 

Auch der Blutmangel hängt mit einer schwachen Milz zusammen, denn die Milz ist die Quelle von Blut. Damit sind brüchige Nägel, trockene Augen, schnell reißbare trockene Sehnen, schwache Nerven, Anämie und ein schlecht verankerter Geist Shen mit schwachen Nerven und leichten Depressionen auch ursächlich durch ein schwaches Milz-Qi bedingt.

Da die Milz das Blut in den Gefäßen hält, sind weitere mögliche Symptome eines Milz-Qi-Mangels Nasenbluten, Menstruationsbeschwerden mit Schmierblutungen oder Besenreißer.

 

Zusammenfassung:

 

Wie kann das wichtige Milz-Qi gestärkt werden:

-        Reduziere Rohkost, Käse, Bananen, kalte Getränke, Milchprodukte,   Zucker

-        Esse nichts, das Kühlschranktemperatur hat

-        Esse überwiegend warm und gekocht

-        Lasse keine Mahlzeit aus

-        Bewege Dich regelmäßig (so gelangt zusätzlich Qi durch die Atmung in        Deine Lunge)

-        Halte einen guten Schlafrhythmus ein (Schichtarbeit schwächt die Milz)

-        Schlafe im Winter 8 Stunden, im Sommer 7 Stunden pro Nacht

-        Gehe täglich an die frische Luft

-        Vermeide geistige Über- oder Unterforderung

-        Löse Dich von Dingen und Beziehungen, die Dich belasten

-        Sorgen belasten die Milz (die Emotion der Milz ist die Sorge)

-        Frühstücke zwischen 7 und 9 Uhr

-        Pflege soziale Kontakte

-        Esse am Tisch und ohne Streitthemen

-        Mache was Dir gut tut, lasse Dein Leben nicht nur aus Pflichten bestehen, schaffe Perfektionismus ab, auch die TCM kann mit Spaß betrachtet werden

-        Gehe zu einem Arzt und TCM-Therapeuten, wenn Du zu ausgeprägte und   schwere  Symptome hast und Du Dir Sorgen machst.


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